TomTom Adventurer GPS Uhr (K)

Die TomTom Adventurer, eine GPS Sportuhr für Abenteurer und Sportler. Die Adventurer unterstützt so gut wie jede Sportart, misst den Puls am Handgelenk und verfügt über ein Barometer.

TomTom bleibt seinem Konzept treu und hat auch die Adventurer vom Design so gebaut, dass das Armband gewechselt werden kann. Verkauft wird die GPS Uhr in Schwarz und Orange. Die Armbänder der Runner 3 bzw. Spark 3 passen auch für die Adventurer. Ich durfte die neue GPS Sportuhr ca 8 Wochen testen und habe gemischte Gefühle.

Lieferumfang:
Im Lieferumfang befindet sich die Uhr mit Armband, ein paar Anleitungen und ein USB Lade/Synchronisationskabel – Das war´s.
Die TomTom Uhr verfügt über einen 3 GB Bluetooth MP3 Player, da hätte ich mir schon  in der Standard Variante, irgendwelche 20 Euro Bluetooth Kopfhörer gewünscht. Diese gibt es erst gegen Aufpreis.

Spezifikationen:
– Mehrere Outdoor-Sport-Modi
– Eingebaute Herzfrequensmessung (kein Brustgurt nötig)
– Integrierter 3 GB Mp3 Player
– Audiofeedback über Kopfhörer
– Barometer
– Kompass
– GPS
– 24/7 Fitness-Tracker
– 40m (5ATM) Wasserdicht
– Akkulaufzeit bis zu 10 Std. im Sportmodus, bis 20 Std. Wandermodus, mehrere Tage im Standby
– Stoppuhr-Funktion

Die Bedienung ist, wie von TomTom gewohnt, einfach. Der 4-Wege-Knopf funktioniert wie bei allen anderen TomTom-Sport-Familienmitgliedern. Die Adventurer kann übrigens alles, was die Runner3 oder Spark3 Cardio MP3 auch kann, hat aber zusätzliche Funktionen. Die Sportmodi der Adventurer sind: Laufen, indoor Laufen, Traillauf, Wandern, Radfahren, indoor Radfahren, Schwimmen, Skifahren, Snowboarden, Studio und Freestyle. Im Grunde kann man sich eines merken, Outdoor-Aktivitäten werden über GPS getrackt und Indoor-Aktivitäten über den eingebauten Geschwindigkeitsmesser. Im Grunde nimmt die Uhr fast immer die gleichen Daten auf. Die Sportmodi sind nur dazu da, damit jeder Sportler seinen Sport als eigenes Zeichen sehen kann. Klar, ein paar kleine Unterschiede gibt es in den jeweiligen Einstellungen, so kann man im Rad-Modus seine Reifengröße und im Schwimm-Modus die Bahnenlänge eingeben. Aber vom Tracken sind alle Sport-Modi ähnlich. Das finde ich aber auch in Ordnung. Wer seinen Sport in der Adventurer nicht wiederfindet, der kann den Freestyle Modus nutzen.

Der Tragekomfort ist soweit in Ordnung. Ich musste die Uhr ab und zu mal abnehmen, da sie doch gedrückt hat. Die Pulsmessung am Handgelenk ist recht genau und meines Erachtens auch genauer als die Messung meiner Runner mit Brustgurt.

Wie auch schon bei den anderen Sport GPS Uhren, findet man verschiedene Trainingsmöglichkeiten. Es stehen, Ziele, Intervall, Runden, Bereiche und Rennen zur Verfügung. Für die jeweilige Funktion gibt die Adventurer gut passendes Feedback, welches auf dem Display jederzeit gut ablesbar ist.

Die neue Routen-Funktion sollte ein Highlight der Uhr sein. Daher habe ich mich auf diese auch sehr gefreut. Leider können nur schon bekannte Wege als Route erstellt werden. Da TomTom keine Community hat, können auch keine Routen von anderen Usern heruntergeladen werden. Die Sportuhr ist mit der Routenfunktion auch nicht wie ein Navi zu nutzen, sondern funktioniert wie mit Kompass und Karte. Das funktioniert aber sehr gut. Mit dieser Funktion kann man sich nie wieder verlaufen. Wirklich gut, aber auch wohl nur für Wanderer interessant. Diese arbeiten aber auch mit GPS Daten, das ist mit der Adventurer wiederum nicht möglich. Denn GPS-Daten können weder abgelesen, noch als Ziel eingegeben werden.

Mein neuer Hoffnungsträger wurde schnell die neue Lifterkennung. Dort hilft das Barometer, um die Lifte automatisch zu erkennen. Das klappt wirklich bei jeden Lift und ohne Probleme. Allerdings werden nur die zurückgelegten Höhenmeter des Lifts von den Gesamthöhenmeter abgezogen und nicht die Distanz. Diese wird fleißig mitgezählt. So ist es einem Wintersportler nicht möglich, seine Pistenkilometer zu tracken. Wieso? Genau das will man doch! Da hat TomTom leider nicht weit genug gedacht und bringt hoffentlich bald ein Update dazu raus.

Um die Adventurer beim Radsport richtig einsetzen zu können, ist der Kadenz und Geschwindigkeitssensor nötig, welcher nicht im Lieferumfang enthalten ist. Natürlich kann die GPS Uhr auch am Handgelenk getragen werden, aber Trittfrequenz und die genaue Geschwindigkeit, wie beim nutzen eines Tachos, ist dann nicht möglich.

Der Schwimm-Modus hat mich leider sehr enttäuscht. Dieser funktioniert aktuell nur ohne GPS und ohne Pulsmessung. Die Bahnenlänge muss vorab schon eingegeben werden, ansonsten zählt die Uhr die Bahnen nicht. Da fällt schwimmen im Meer für diesen Modus schon einmal raus. Der Modus ist nur für Bahnen-Schwimm-Sport. Meer-Schwimmer müssen den Freestyle-Modus nutzen.

Im Freestyle-Modus kann man alle übrigen Sport-Aktivitäten mit GPS und Pulsmessung tracken.

Für mich wird schnell klar, dass die TomTom Adventurer sehr gute Funktionen hat, die aber nicht zuende gedacht und teilweise nur halbherzig umgesetzt wurden. Die Sportuhr reicht für jede Sportart nur im absoluten Basic bereich. Klar, für viele reicht das, für mich auch, aber für ambitionierte Sportler auf keinen Fall. Es können keinen Trainings-Modi verbunden werden, ein Sport-Tagebuch fehlt, eine Community und Trainingspläne sucht man vergebens und Triathleten müssen jede Sportart einzeln tracken.

Die TomTom Adventurer hat einige Awards abgeräumt und wird von vielen ohne Ende gelobt, doch den Final Test Man Test hat sie leider nicht bestanden. Die meisten Funktionen kann auch meine alte TomTom Runner, die aktuell ca. 50 Euro kostet. Die 250 Euro teurere Adventurer ist leider noch im frühen Beta-Stadium. Ich finde in dieser Preiskategorie darf nicht so viel fehlen und der Kunde schon gar nicht als Beta-Tester genutzt werden. Daher kann ich die Adventurer aktuell nicht weiterempfehlen. Wer laufen will, ist mit der ersten TomTom Runner günstiger und genauso gut bedient. Ambitionierte Sportler sollten mal einen Blick zu bewehrten Mitbewerber werfen.

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